Malta: Gozo



Kirchen, Tempel, Höhlen und Grotten
Die Schwestern-Inseln Malta und Gozo blicken auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits in frühester Zeit waren die Inseln immer wieder Ziel von Eroberern und Abenteurern. Später kamen die Phönizier, die Römer, die Araber und schließlich die Kreuzritter der späteren Malteser und Johanniter. Bis 1964 war Malta britische Kronkolonie. Alle hinterließen ihre Spuren: Aus Zeiten der arabischen Herrschaft zeugt noch heute die Sprache der Insulaner. Kirchen und Kathedralen im Barock- und Renaissance-Stil, Tempel, Burgen und Festungen prägen das Bild der Inseln. Eingebettet in die karge Landschaft, kaum grün in den Wintermonaten und ockerfarben leuchtend in den Sommermonaten, warten diese Zeugnisse einer über 5000 Jahren alten Geschichte auf einen Besuch.
Während einer einwöchigen Rundreise erleben wir die Hauptstadt Valetta, Befestigungsanlagen und Fischer in Vittoriosa, Senglea und Marsaxlokk, die Kirchen und Kathedralen in Mosta, Mdina und Rabat sowie die Ruinen des Jahrtausende alten Tempels Ggantija und die Zitadelle in Victoria in Gozo.
Das Tauchgebiet:
Wenig Fische? Zu kalt? Nun, einem Vergleich mit einer flachen Lagune eines Korallenmeeres hält das Mittelmeer nicht stand, obwohl es in seinen südlichen Bereichen (Insel Gozo) an die Tropen erinnert.
Kristallklares Wasser mit Sichtweiten bis zu 40 Meter, zerklüftete Felsen, insbesondere um Gozo, bergen riesige Höhlen, tiefe Spalten, schlanke Felskamine, Überhänge und gigantische Felsblöcke. Eine atemberaubende Unterwasserlandschaft, die uns Taucher wie Trekking und Klettern im Hochgebirge der Dolomiten erscheint, wenn wir über die Posidonienwiesen schweben. Sonnenstrahlen lassen in dieser traumhaften Unterwasserwelt zauberhafte Stimmungen von Geheimnis und Irrealität entstehen.
Bei unseren eigenen Tauchgängen rund um die Insel waren wir von der Artenvielfalt und der Menge der Fische überrascht: Viele Zackenbarsche, Barrakudaschwärme, verschiedenste Lippfische, Grundeln und Schleimfische, Drachenköpfe, Schwärme von Brassen und Goldstriemen, Nacktschnecken, Langusten, Riffbarsche, ein Glitzern von Myriaden von Jungfischen, Rochen… und einmal sogar ein seltener Riesenmondfisch.
Die Tauchbasis:
Die St. Andrew’s Divers Cove liegt mitten im kleinen, malerischen Fischerdorf Xlendi, keine 10 m vom Meer entfernt. Von hier aus starten wir entweder per Truck oder Boot zu einem der über 50 verschiedenen Tauchspots, die rund um die Insel verteilt liegen. Darunter unter anderem die bekannten Spots Blue Hole, Inland Sea, Double Arch Reef oder Reqqa Point. Ein erfahrener Tauchguide begleitet uns. Wer über ausreichend Erfahrung verfügt, kann die Tauchplätze auch auf eigene Faust erkunden. Die Tauchbasis verfügt über 4 Kompressoren und 250 Tauchflaschen; Ausrüstung kann gegen Gebühr vor Ort geliehen werden. In den kühleren Jahreszeiten sollte zum Tauchen ein 7-mm-Anzug genügen. Im Winter ist ein Trockentauchanzug komfortabel.
Die Unterkunftsmöglichkeiten:
St. Patrick’s Hotel:
Das 4****-Sterne Hotel liegt im Zentrum von Xlendi, direkt an der Uferpromenade lediglich wenige Meter vom Meer entfernt. Die 65 Zimmer sind ausgestattet mit Dusche/WC, Klimaanlage, Fernseher, Telefon und Minibar; die meisten Zimmer haben einen Balkon.
Appartements:
In unmittelbarer Nähe der Tauchbasis befinden sich einige Appartements, die ausreichend Platz für mehrere Personen bieten. Gerade bei Familien und Gruppen sind sie sehr gefragt.
Farmhäuser:
Alte, umgebaute Farmhäuser sind eine beliebte Unterkunftsalternative auf Gozo. Die Farmhäuser sind auf der gesamten Insel verteilt und bieten die Möglichkeit, in traditionellen Gemäuern zu übernachten. Liebevoll hergerichtet bieten sie, je nach Haus, Platz für bis zu 8 Personen und verfügen teilweise sogar über einen eigenen Pool.
Die Umgebung:
Wer vor Ort ein Auto gemietet hat, kann problemlos in die umliegenden Ortschaften fahren; die meisten Ortschaften sind jedoch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Lohnenswert ist ein Besuch der Inselhauptstadt Victoria, die mit ihren engen Gassen zum Bummeln einlädt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Tempelanlage von Ggantija, der Strand der Ramla Bay oder eine der zahlreichen Kirchen der Insel. In Xlendi selbst gibt es eine Vielzahl an kleinen Restaurants, die abends zum Essen einladen.